I LOVE THAI FOOD

So, mein letzter Eintrag wird über die thailändische Küche sein! Die Leute die mich kennen wissen, dass ich es lieeeebe zu essen und da mir das thailändische Essen besonders gut gefallen hat, dachte ich mach ich einen Eintrag dazu, auch für die, die sich überlegen nach Thailand zu fliegen und noch nie dort waren, wär es denk ich interessant zu wissen, was man dort so isst 😉 Es ist bekannt, dass Asiaten viel Reis essen, aber was dabei ziemlich untergeht sind die Nudeln. Meiner Erfahrung nach gab es in Thailand jeden Tag entweder Reis oder Nudeln, in allen möglichen Variationen. Wenn man keine asiatischen Wurzeln hat, kann man durchaus die Nase voll davon haben, wenn man über eine längere Zeit dort ist, aber es gibt wirklich so viele unterschiedliche Gerichte, da kann man auf jeden Fall Abwechslung reinbringen. Ich möchte nicht mehr viel beschreiben, ihr könnt euch das denk ich sowieso besser vorstellen, wenn ihr die Bilder seht, also los geht’s! 🙂

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Reis mit Hühnchen und Gemüse in Currysauce

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Typisch nordthailändisches Gericht: Khao Soi Gai – Curry Nudelsuppe mit/ohne Hähnchenkeule

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Oft werden mehrere Beilagen zu Klebreis bestellt und dann wird zusammen gegessen – es hat also nicht jeder seinen eigenen Teller, sondern nur seinen eigenen Reis 😉

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Laap, ein nordthailändisches Gericht, das so eine Art Fleischsalat ist. Man kann entscheiden zwischen Rind- oder Schweinefleisch.

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Gebratene Nudeln mit Hühnchen und Gemüse – das sind besondere Nudeln, die wie eingerollte Quadrate ausschauen, leider weiß ich nicht wie man sie nennt

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Mein absolutes Liebliingsgericht: Khao Mang Gai Ingwer-gewürzter Reis mit Hühnchenstreifen, die typische Suppe und den besten Dip dazu

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Das ist eine Khao Mang Gai Variation: Es ist genau dasselbe wie das oben beschriebene, nur ist das Fleisch frittiert

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Gebratene Nudeln mit Gemüse und Hühnchen in einer dunklen Soße (ich weiß leider nicht was das genau war)

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Eine weitere typisch nordthailändische Suppe

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MUST EAT in Thailand: Papaya Salat oder auf Thai “Som Tam” mit Klebreis Superscharf, aber superlecker!

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Pad Thai – auch unbedingt probieren!! Ist ein sehr typisch thailändisches Gericht

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Krustig gebratene Nudeln mit Meeresfrüchten und Gemüse

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Khao Pad Gai – Gebratener Reis mit Hühnchen

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Reis mit Hühnchen, Gemüse und Cashewnüssen in Erdnuss-Sauce

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Rotee – eine thailändische Nachspeise

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Rotee kann auch so serviert werden

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In Thailand gibt es einen Eisladen “SWENSENS”. Es ist zwar teuer, aber es lohnt sich auf jeden Fall

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Coconut Ice Cream – ist wie Frozen Yogurt: Eis mit Topping, nur ist das Eis in einer Kokosnusschale und die Toppings sind eher ungewohnt. Ich habe Erdnüsse und etwas gewählt, wo ich keine Ahnung hab was das ist, außer dass es von einer Frucht kommt 😀

WICHTIG: Momentan werden Spenden für die Kinder aus dem Heim gesammelt, bitte teilt den Link und wenn es geht sind Spenden herzlich willkommen!!
Hier der Link zu dem Crowdfunding Projekt: https://www.indiegogo.com/projects/school-and-basic-items-for-orphans-in-chiang-rai

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Same same but different

Als ich in den Flieger nach München gestiegen bin, habe ich jede Sekunde gehofft, dass irgendwas oder irgendwer mich aufhalten wird. Leider war das nicht so.
Der Flug verlief reibungslos und ich habe mich gefreut meine Familie wieder zu sehen. Aber ich muss zugeben, dass ich alles nur sehr verschwommen wahrgenommen habe, ich war wie in Trance. Ich habe gehofft es war ein schlechter Traum, aus dem ich noch nicht aufgewacht bin und dass ich eigentlich noch in meinem Bett in Chiang Rai liege. Dieses Gefühl hat sich das ganze Wochenende gezogen.
Klar, es war wirklich schön meine Freunde und generell alte, bekannte Gesichter zu sehen, aber mein Herz war bzw ist einfach noch in Thailand.
Am Sonntag bin ich wie gewohnt zur Kirche gegangen, habe ministriert und habe nach dem Gottesdienst wie immer mit meiner Schwester die Kinder aus der Gemeinde im Tanzen unterrichtet.

Ja, alles war wie immer, aber doch so anders. Ich bin anders. Same same. But different. Dieses Mal sind mir so viele Sachen durch den Kopf gegangen, Fragen wie “Will ich wirklich hier sein? Was habe ich hier für eine Funktion? Werde ich hier gebraucht?”. Ich habe sogar schon direkt am Tag nach meiner Ankunft nach Flügen nach Thailand geschaut.
Ich weiß nicht, ob man das als Leser nachvollziehen kann, man muss denke ich selber so etwas erlebt haben, damit man versteht, wieso ich so an Thailand und den Menschen, die ich kennengelernt habe, hänge. Trotzdem, versuche ich es zu erklären, vielleicht ist es ja für einige ein Pro-Argument auch ins Ausland zu gehen.

Nachdem ich mich im Norden Thailands eingelebt habe, war es nicht mehr mein Einsatzort, sondern mein Zuhause. Jeder Tag, auch schlechte Tage, waren für mich wie ein Geschenk.
Ich durfte den liebsten und fröhlichsten Kindern Englisch beibringen, eine super nette WG kennenlernen, sowie mich mit einer lustigen, mich immer willkommen heißenden Gruppe von Thais anfreunden. Ohne diese Menschen wäre mein Trip sicher nur halb so schön.
Anfangs war ich enttäuscht, dass ich nur ein Monat arbeiten kann, weil die Ferien im März beginnen, aber jetzt im Nachhinein bin ich so froh, dass ich die Chance und Zeit hatte, die Menschen, mein Umfeld und die Kultur Thailands kennenzulernen.
Den ganzenh Aufenthalt über habe ich eine Sache erlebt, die ich so in Deutschland nie hatte. Freiheit. Auch wenn ich hier in Deutschland noch nicht viel gemacht habe, fühle ich mich jetzt schon wieder etwas eingeengt. Ich habe das Gefühl die Gesellschaft schreibt dir vor, wer du sein musst, deine Entscheidungen werden schnell verurteilt.
Aber in Thailand war ich frei. Meine Entscheidungen habe ich alleine getroffen.

Ein weiterer Grund wieso ich mich so wohl gefühlt habe, ist auf jeden Fall, dass ich gebraucht wurde. Besonders eben im Kinderheim habe ich gemerkt, wie wichtig es auch für die Leiter ist, dass ich da war, um die Kinder zu unterrichten. Dieses freiwillige Helfen bedeutet ihnen so viel und schätzen sie so sehr. Ich war glücklich, dass ich ihnen einen Gefallen tun konnte.

Mag blöd klingen, wenn ich sage, dass ich in Thailand der Mensch bin, der ich wirklich bin bzw sein möchte. Okay an dieser Stelle könnte man fragen, ob es in Deutschland wirklich soo schlimm ist oder ob ich wirklich unterdrückt werde. Nein, so gesagt ist das auch nicht. Aber das ist echt schwer zu beschreiben, was alles in mir vorgeht. Sagen wir so, dadurch dass ich in Thailand so akzeptiert werde wie ich bin, bin ich frei und kann so sein wie Ich nun mal bin, egal wo.

Ich habe mich die Tage wo ich wieder in Deutschland bin ganz oft gefragt, wieso ich so gerne mit den Thais unterwegs war, obwohl wir nicht immer die intensivsten Gespräche hatten.
Ja, ich kann zwar einigermaßen gut Thai sprechen, aber an Vokabular mangelt es trotzdem und Schreiben oder Lesen kann ich gar nicht. Trotzdem hat man sich irgendwie immer verstanden. Die Mimik und Gestik allein hat gereicht, um sich zu verstehen. Dadurch wird denke ich die Verbindung noch stärker, wenn man sich sogar ohne Worte versteht.

Man sagt Kommunikation ist wichtig, aber es gibt verschiedene Arten von Kommunikation.
Hier in Deutschland wurde ich geboren, also ist Deutsch wie meine Muttersprache. Ich komme überall klar, kann jeden nach dem Weg fragen, kann anderen Leuten helfen und vieles mehr.
Aber in Thailand ist es eine andere Form von Verständnis. Eine tiefere. Ich sage jetzt nicht, dass wenn ich einen willkürlich aus einer Menschenmenge gewählten Thai sehe, diese Person sofort kenne. Aber sobald ich einige Male mit der Person Zeit verbringe, ist es wie als würde man sich schon lange kennen.

Sicherlich denken sich einige ich habe mir das eingebildet, so positiv wie ich das Ganze beschreibe kann das gar nicht gewesen sein oder dass ich zu viel träume.
Darf man das denn nicht mehr? Träumen? Menschen träumen zu wenig. Ein Traum ist nichts Unmögliches. Du sollst Träume haben, um sie zu verwirklichen.
Wir Menschen haben wohl zu viel Angst vor dem Versagen. Ich denke das ist eines der wichtigsten Dinge, die ich aus Thailand mitnehme. Lebe deinen Traum. Jaa das hat man schon oft gehört. Aber wer bitte setzt das um??? Zu wenige.

Mein Traum war es schon immer Menschen zu helfen. In Thailand konnte ich das. Natürlich, in Deutschland gibt es auch Menschen, die Hilfe brauchen, aber in Thailand sind es einfach mehr Menschen. Eigentlich gibt es überall auf der Welt Not, leider kann ich nun mal nicht überall helfen, deshalb helfe ich da wo ich helfen kann und auch wirklich gerne bin.

Die ehrenamtliche Arbeit, die ich mit meinen Schwestern in der Kirche leiste (Sing- und Tanzunterricht für die Kinder unserer Gemeinde) ist natürlich auch eine Art Hilfe für die Kinder, sich zu entfalten. Aber ich möchte mehr tun, ich möchte mehr helfen. Außerdem werde ich dort nicht unbedingt gebraucht. Meine Schwestern würden das locker ohne mich schaffen. Im El Shadai Orphanage habe ich gespürt, dass sie mich brauchen und beim Abschied habe ich gemerkt, wie wertvoll dieser Austausch war. Ich habe ihnen Englisch beigebracht und im Gegenzug haben sie mir einen wunderschöne Zeit mit viel Freude geschenkt.

Wie sehen nun meine Zukunftspläne aus? Ich werde arbeiten, um so viel Geld zu verdienen, dass ich regelmäßig Spenden ans Kinderheim schicken kann und sie natürlich auch öfters mal besuche. Um später fest im sozialen Bereich arbeiten zu können, muss ich nun mal studieren, also hoffe ich irgendwo in München für das Wintersemester einen Platz zu bekommen.

Das ist vielleicht sehr weit in die Zukunft gegriffen, aber ich habe mit dem Gedanken gespielt, nach meinem Studium möglicherweise nach Thailand zu ziehen. Bis dahin ist noch vieeel Zeit und es wird sich sicher einiges ändern, aber für das Hier und Jetzt habe ich mich dazu entschieden darauf hin zu arbeiten.

Das ist noch nicht mein letzter Post – einen wird es noch geben. Worüber? Lasst euch überraschen 😉 Eins kann ich sagen: So viel Text wie bei diesem Eintrag wird’s nicht. Deshalb jetzt schon mal meine Schlussworte:

Ich bin froh, dass ich mich, nach einem Motivationsschub, dazu entschlossen habe einen Blog zu schreiben. So konnte ich alle meine Gedanken abtippen, die ich nicht unbedingt laut sagen würde.
Ich hoffe es war einigermaßen interessant zu lesen und an die, die überlegen einen Freiwilligendienst im Ausland zu machen: Ich kann es euch nur empfehlen, natürlich wird das nicht genauso ablaufen wie bei mir, aber eine Ladung Erfahrung, egal ob schlechte oder gute werdet ihr auf jeden Fall mitnehmen!

Jetzt noch ganz random einige meiner Lieblingsfotos von meiner Reise in Thailand 🙂

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Meine Party-Chicks 😛

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Alles ist so viel schöner, wenn man mit den Liebsten ist 🙂

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Wir haben Schnitzel und Bratkartoffen für unsere Thai Freunde als Dankeschön gekocht. Zumindest haben wir’s versucht 😀

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Im Dorf der Eltern von Mon

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Nidd, die mir (sieht man auf dem Bild leider nicht) zwei Armbänder geschenkt hat

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Selfies beim Trampen auf dem Pick Up 😀

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Ein wunderwunderschöner Ort in Bangkok

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#ThaiSwag

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Das süßeste Baby überhaupt *_*

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Die lieben Kids aus dem Heim

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Mein kleiner Prinz Charming mit dem Vater von Mon

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Trip in Chiang Mai mit unseren Thai Freunden

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Surasak und Mon haben mir diese schöne Lahutasche geschenkt

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Mein absolutes Lieblingbild. Ich war zwar nicht bereit, weil es einige Anläufe gebraucht hat, bis das Foto geschossen wurde, aber es war der Moment nachdem Nami mir das wunderschöne, selbstgemachte Armband geschenkt hat, 1 Tag vor meiner Abreise. Ein Moment, den ich so leicht nicht vergessen werde 🙂

Die letzten Tage

Die letzten 8 Tage habe ich wirklich viel in Internetcafés verbracht, weil ich nicht wirklich was zu tun hatte, bis dann Gesellschaft kam. Jeremy hat die Woche die WG verlassen, dafür kamen am Samstag und Montag zwei neue Freiwillige hier in Chiang Rai an. Joshua und Juana.

Eigentlich hatte ich am Wochenende vorgehabt ins Kinderheim zu fahren, musste jedoch absagen, weil mich meine Thai Freunde aus Chiang Mai hier überrascht haben und sich verabschieden wollten. Samstag waren wir im Safe House und am Tag darauf haben wir gemeinsam am Chiang Rai Beach zu Mittag gegessen. Ich habe Joshua mitgenommen, weil er sonst ganz alleine in der WG wäre.
Als Juana am Montag angekommen ist, ist sie in mein Zimmer eingezogen und wir haben uns von Anfang an ziemlich gut verstanden. Die ersten Tage habe ich dann den Neuankömmlingen die Umgebung gezeigt und erklärt alles hier im Projekt so abläuft.

Am Dienstag Morgen habe ich Surasak angerufen und gefragt ob ich am Nachmittag mit den neuen Freiwilligen die Kinder besuchen kann, um mich zu verabschieden. Als er mir gesagt hat, dass die Kinder bis Freitag nicht im Heim sind, sondern in ihren Dörfern, war ich echt fix und fertig. Ich war sooo traurig bei dem Gedanken, mich bei den Kindern nicht verabschieden zu können. Da ich aber Geschenke für alle hatte (typisch deutsche Kekse, Schokolade und Gummibärchen), wollte ich trotzdem vorbeischauen, um es Surasak zu geben und natürlich um mich auch bei ihm und seiner Frau, Mon, zu verabschieden.

Die 2 Stunden, die wir da waren, haben wir gequatscht, ich habe die Geschenke, sowie eine Spende meiner Bekannten in Deutschland überreicht und ganz unerwartet habe auch ich ein Geschenk von den beiden bekommen – eine typische Lahu-Tasche. Ich habe mich total gefreut und war sehr gerührt. Ich konnte es einfach nicht dabei belassen, die Kinder vor meinem Ablfug nicht mehr zu sehen, also habe ich gefragt, ob das Dorf weit weg ist und ob die Möglichkeit besteht, mich noch von ihnen zu verabschieden.
Netterweise hat Surasak mir angeboten mich am nächsten Tag ins Dorf von Mon’s Vater zu fahren, wo die Kinder über die Ferien bei der Feldarbeit helfen.

Neun Uhr morgens wurden wir abgeholt und sind nach ca. 40 Minuten angekommen. Als ich ausgestiegen bin und die Kinder lachend meinen Namen gerufen und gewunken haben, war ich sooo froh, dass ich nochmal nachgefragt habe, ob ich zum Dorf kommen kann.
Wir waren nur eine kurze Zeit am Reisfeld, aber dann gings gleich zu ihnen nach Hause, wo es Mittagessen gab. Die Kinder haben uns ein bisschen im Dorf rumgeführt und ihre Häuser gezeigt. Ich fand es sehr interessant und schön zu sehen, wie und wo sie leben.

Auf dem Rückweg kam Nami (oder Nima, ich habe das schon immer verwechselt :D) zu mir gerannt und hat mir ein wunderschönes, selbstgemachtes Armband gegeben. Ich war wirklich sprachlos, damit hätte ich gar nicht gerechnet. Ich muss nämlich ehrlich zugeben, dass ich die Kinder und alle im Heim wirklich sehr sehr lieb gewonnen habe, nur dachte ich irgendwie es wäre einseitig. Aber genau deswegen, war ich denke ich an dem Tag so emotional, weil sie mir immer wieder gesagt haben, dass sie mich vermissen werden und ob ich denn nicht zumindest bis Songkran bleiben kann.

Die, die mich kennen, wissen, dass ich kein Mensch bin, der nah an Wasser gebaut ist, aber als ich mich von den Kindern verabschiedet habe, sind die Tränen einfach geflossen.
Anfangs dachte ich, okay, ich packe das, ich werde nicht weinen. Aber als ich jedes einzelne Kind umarmt habe und ich gesehen habe, wie nah sie den Tränen waren, war ich innerlich echt total am Tiefpunkt. Der Anstoß für meinen Tränenfluss kam dann, als Nami mich mit zittriger Stimme und einem gesenkten Blick gefragt hat, wann ich denn wieder komme und ich antworten musste, dass ich es leider nicht weiß.
Gut, bis dahin konnte ich es noch zurückhalten, aber als ich im Auto saß und wir weggefahren sind ging es wirklich nicht mehr. Ich wollte einfach nicht gehen.

Zurück in der WG angekommen, war ich noch ziemlich bedrückt, aber ich musste mich zusammenreißen, da ich noch mit meinen Thai Freunden zum Abendessen verabredet war.
Das Essen war superlecker und zu meiner Überraschung hatten Nidd (das einzige Mädchen aus diesem Freundeskreis) und ihr Freund zwei Armbänder für mich gekauft als Abschiedsgeschenk. Schon wieder musste ich mich von jemandem verabschieden. Je öfter ich mich verabschiedet habe, desto weniger wollte ich gehen.

Am nächsten Tag haben wir, Juana, Josh und ich, noch in der Stadt etwas zu Mittag gegessen. Danach habe ich daheim die letzten Sachen gepackt, ein letztes Mal im Internetcafé in Namlat vorbeigeschaut und dann hat mich jemand von der Organisation zum Flughafen gefahren.
Davor haben wir beim Kinderheim Stopp gemacht, da ich mich von Surasak und Mon gescheit verabschieden wollte. Ich war richtig erfreut, als nicht nur die beiden, sondern noch die Kinder (auch wenn nicht alle) dann vor mir standen. Mir wurde nämlich gesagt, dass sie am Freitag erst wieder zurück kommen, aber ich habe mich sehr gefreut alle nochmal ganz doll zu drücken. Auch Mon hat nicht gezögert, mir eine feste Umarmung zu geben. Es war wirklich schön, sie noch einmal zu sehen. Diesmal war es eher ein “Wir sehen uns wieder”-Abschied, also diesmal ohne Tränen.

Trotzdem war ich nicht bereit nach Hause zu fliegen. Auch wenn Juana und ich an ein “Wunder” geglaubt haben, dass der Flug vielleicht wegen Unwetter abgesagt wird, kommt es nun mal wie es kommen muss.
Ich sitze hier in Bangkok am internationen Flughafen und setze mich gleich in den Flieger zurück nach München.
Mittlerweile bin ich nicht mehr ganz so traurig, ich bin gespannt, was mich in Deutschland erwartet, immerhin geht es jetzt Richtung Zukunft.

Wenn ich angekommen bin, werde ich auf jeden Fall nochmal einen letzten Post über meine Gesamteindrücke der ganzen Reise schreiben und wie es mir in Deutschland geht.
Jetzt hoffe ich nur noch, dass ich heile ankomme 🙂

Back in Chiang Rai

Seit heute Morgen bin ich wieder “zu Hause” – in Chiang Rai. Auch wenn ich nur knappe 3 Monate hier verbracht habe, fühle ich mich hier soo wohl. Die WG ist zwar momentan sehr verlassen (nur Jeremy ist noch da), weil alle aufgrund der Ferien im Urlaub sind, aber trotzdem habe ich mich sehr gefreut wieder da zu sein.

Am Sonntag sind meine Schwestern und ich von Phuket aus für 3 Tage nach Bangkok geflogen. Die letzen Tage in Phuket haben wir oft am Strand verbracht, meist am Karon Beach, ein superschöner, ruhiger Strand, perfekt für die, die einfach nur kurz aus dem Alltag entfliehen wollen. Ich werde den Strand auf jeden Fall vermissen!

In Bangkok haben wir es entspannt angehen lassen, haben Souvenirs gekauft, sind verschiedene Märkte abgelaufen und haben uns in Einkaufszentren abgekühlt.
Gestern Abend waren wir bei “Asiatique” ein sehr großes Open-Air Einkaufszentrum mit 10 verschiedenen riesigen Abteilen, die wiederum aus mehreren kleinen Abschnitten bestehen. Es war wirklich wunderschön! Nur hat ein Abend leider nicht gereicht, um sich alle 10 Abteile anzuschauen. Wenn man mal in Bangkok ist, sollte Asiatique wirklich oben auf der “To-See”-Liste stehen!!
Heute haben sich die Wege von meinen Schwestern und mir getrennt, für sie geht es heute Abend zurück nach München. Ein trauriger Abschied wars nicht, wir sehen uns ja nächste Woche schon wieder 🙂

Ich habe jetzt noch genau 8 Tage hier im Norden Thailands und ich weiß nicht genau was ich davon halten soll. Einerseits wünschte ich, ich könnte länger bleiben, um noch mehr Eindrücke und Erfahrungen zu sammeln, andererseits bin ich gespannt wie es in Deutschland wird. Ich kann nicht sagen inwiefern, aber ich spüre, dass mich diese Reise durchaus verändert hat. Ich glaube mir ist hier klar(er) geworden, was mir im Leben wichtig ist bzw. meine Wertvorstellungen wurden nochmal erfrischt. In dieser Hinsicht freue ich mich eigentlich auch auf Deutschland, denn ich kann mit dem nächsten Meilenstein Studium ein neues Kapitel mit einem neuen Ich starten.
Die Woche die ich noch übrig habe, werde ich wohl viel in Internetcafés verbringen und mich von meinen Lehrern, vom Kinderheim und meinen Freunden, die ich hier in Thailand gemacht habe, verabschieden.

Ich entschuldige meinen kurzen Post hiermit aufgrund meines Schlafmangels (Das Kofferpacken hat sich bis um 2 Uhr morgens gezogen und mein Taxi zum Flughafen ging um 6 Uhr) und meiner momentanen Faulheit 😛

From Chiang Mai to Bangkok to Phuket

Wow ich krieg das wirklich nicht hin regelmäßig etwas zu posten 😀 Seit dem letzten Eintrag sind schon mehr als zwei Wochen vergangen und ich habe ziemlich viel erlebt.

Fangen wir mit dem ersten Trip an: Chiang Mai.

Chiang Mai ist Thailands zweitgrößte Stadt. Nicht so busy wie in Bangkok, aber trotzdem kann man ganz schön lang im Stau stehen. Bei der Hinfahrt im Bus ging das jedoch relativ flott. Dort angekommen haben wir, also Regina, Julika und ich, sehr schnell ein sehr günstiges Hostel gefunden.

Nachdem wir uns etwas ausgeruht hatten, sind wir zur Riverside Bar gefahren, wo wir uns mit unseren Thai Freunden aus Chiang Rai, die zufällig auch in Chiang Mai waren, getroffen haben. Während dem Essen und Trinken wurden wir von einer Thai Band gut unterhalten. Viele bekannte englische Lieder wurden gespielt und nach einiger Zeit haben sich so ziemlich alle Anwesenden von den Stühlen gehoben und haben getanzt.

Am nächsten Tag sind wir mit der Thai Gruppe zu einem bekannten Erdbeerfeld gefahren. Es sah richtig süß aus mit der ganzen Deko drum herum und man konnte auch verschiedene “Erdbeerprodukte”, wie z.B. Erdbeerwein, kaufen.

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Danach haben wir uns einen nahegelegenen Wasserfall angeschaut. Ich denke es gibt schönere, aber trotzdem war es durchaus sehenswert.

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Nach dem Wasserfall gings dann zu einem wunderschönen Tempel, dessen Namen ich leider leider nicht weiß 😦 Es war einfach rieeesig, es hat so lange gedauert, bis man mal alles gesehen hat.

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Als wir uns irgendwann satt gesehen haben, gab es dann Abendessen. Anschließend sind wir noch eine kleine Runde bei einem großen Markt gelaufen.

Wir waren zwar recht erledigt von letzter Nacht und hatten nicht viel Schlaf, aber das hat uns nicht daran gehindert nochmal wegzugehen – diesmal aber in die Warm Up Bar.

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Das ist eine sehr bekannte und beliebte Bar in Chiang Rai, wo es im Innenbereich noch einen Club gibt. Die Musik war ganz in Ordnung, wie immer eben hauptsächlich Elektro/Techno und ab und zu mal bekannte Mainstream Lieder. Unseren Spaß hatten wir trotzdem und gegen 3Uhr lagen wir dann im Bett.
Am Mittwoch, der darauffolgende Tag, ging es nach dem Mittagessen auch schon wieder zurück nach Chiang Rai. Netterweise wurden wir von unseren Thai Freunden mitgenommen.

In der Woche habe ich nur noch damit verbracht die letzten Tage in Chiang Rai/der WG zu genießen. Safe house – wo wir mittlerweile Stammmgäste sind – darf ja dann natürlich nicht fehlen 😉 Also waren wir Freitag und Samstag noch weg. Am Sonntag habe ich meine Sachen für den zweiwöchigen Urlaub mit meinen Schwestern gepackt.

Schon sind wir beim zweiten Trip: Bangkok, die Hauptstadt Thailands!

Yesss meine Schwestern und ich sind wieder vereint!

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Ich habe sie am Flughafen abgeholt und sie zum Abendessen ausgeführt. Nachdem sie ihren Jet Lag ausgeschlafen hatten, sind wir los in die City. Die ersten Tage dachte ich mir: Okay, ich bereue es, für 7 Tage gebucht zu haben. Es sind zuuuu viele Menschen und es ist ultra schwül. Aber als wir Halbzeit hatten, haben wir uns langsam ausgekannt und Gefallen an der Stadt gefunden.

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Besonders die Essensstände an den Straßen haben uns begeistert 😀 Natürlich haben wir nicht nur gegessen, wir haben den Lumphini Park, Wat Arun, Chatuchak Park, JJ Market und so einige Einkaufszentren abgeklappert.

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Unser Hostel war relativ zentral, weshalb wir sehr gut überall hingekommen sind, meist mit MRT oder BTS, das ist sozusagen die thailändische S- und U-Bahn.

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Next Stop: Phuket

Nach einer erlebnisreichen Woche sind wir am Sonntag nach Phuket geflogen. Unsere Erwartungen waren Sonne, Strand und pure Entspannung. Leider wurden wir ziemlich enttäuscht. Das lag aber nur an meinem Mangel an Talent was das Organisieren/Planen angeht.
Ich habe uns nämlich ein Hostel mitten in Phuket Town gebucht, was weit weg von unserem erhofften Strand ist. Wir müssten jeden Tag mind. eine halbe Stunde mit dem Taxi fahren und das wäre wirklich sehr teuer geworden. Außerdem war die Unterkunft auch nicht so sauber wie sie im Internet angegeben hatten.
Auf dem Bett waren überall fragwürdige gelb-orange und schwarze Flecke verteilt. Auch das Bad wurde wohl eine Zeit lang nicht geputzt. Es ist nicht so, dass wir Luxus brauchen, das Einzige was wir erwarten ist Sauberkeit, sonst fühlen wir uns einfach nicht wohl.

Nach zwei sehr deprimierten Tagen konnten wir doch noch was ändern: Glücklicherweise haben wir im Voraus erst eine Nacht gezahlt, der Restbetrag sollte vor Ort abgerechnet werden. Wir haben aber früh genug mit den Besitzern gesprochen und gesagt, dass die Lage des Hostels leider nicht unseren Vorstellungen entspricht und nach einem nicht ganz so langem Gespräch konnten wir uns einigen am nächsten Tag auszuchecken und ein Hostel am Strand zu suchen. Am selben Tag haben wir ein ziemlich gutes Angebot am Kata Beach gefunden, was wir uns auch gleich geschnappt haben.

Dienstag, 24. März:
Ankunft im wunderschönen Apartment.

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Jap Apartment. Und nein, wir haben nicht nach Apartments geschaut, aber es war einfach kurzfristig das beste Angebot, das wir gefunden haben. Da wir am Nachmittag angekommen sind, konnten wir nicht viel machen außer die Gegend zu erkunden.
Zu Fuß dauert es ca. 20 Minuten bis zum Strand. Für Gehfaule nicht so erfreulich, für uns ist es aber total in Ordnung, v.a. weil es viele Märkte auf dem Weg dorthin gibt, wo wir uns immer Trinken und Essen kaufen. Das Wetter ist ziemlich wechselhaft – manchmal sehr schwül und heiß, manchmal recht windig. Ist aber auf jeden Fall erträglich.
Die letzten zwei Tage waren wir nur am Strand, haben die Sonne und das Meeresrauschen genossen.

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Die letzten Wochen genießen

Knappe zwei Wochen sind wieder mal viel zu schnell vergangen und ich will nicht glauben, dass ich nur noch ca. drei Wochen hier in Chiang Rai verbringen werde. Diese komplette Woche habe ich noch, aber dann gehts für eine Woche nach Bangkok und eine nach Phuket. Den Urlaub werde ich mit meinen Schwestern verbringen, ich freue mich schon sehr auf die beiden!
Am 1. April werde ich wieder in Chiang Rai sein und am 9. geht mein Rückflug nach Deutschland 😦 Jap, wie man richtig raushören kann, werde ich nicht verlängern. Es gibt so einige Gründe, die ich im Detail jetzt nicht aufzählen werde, wichtig ist nur, dass es einfach nicht klappt. Ich finde es sehr sehr schade, aber naja was soll man machen. Ich will meine restliche Zeit hier nicht verschwenden, indem ich im Zimmer sitze und mich selbst bemitleide – ich will die wenigen Wochen, die ich noch habe in vollen Zügen genießen 🙂

In letzter Zeit war ich wirklich viel unterwegs, ich weiß nicht mehr genau was ich an welchem Tag erledigt habe, aber das ist denk ich auch nicht ganz so wichtig.

Hier gibt es jeden Abend den sogenannten “Night Bazar”, ein Markt, der für uns Touristen ausgerichtet ist. Es gibt wirklich sehr nette Sachen zu kaufen, besonders ganz gute Mitbringsel für Familie und Freunde.

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Endlich war ich auch mal auf der “Walking Street” – einem riesigen Markt, bei dem es wirklich alles Mögliche gibt! Leider werde ich immer wieder von den schönen Kleidungsstücken und den günstigen Preisen verführt, sodass ich die ganze Gruppe ziemlich aufgehalten habe….aber meine lieben Mitbewohner waren mir glücklicherweise nicht böse 😀

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Shopping is my guilty pleasure 😀

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Ginaaaa 🙂

Lea und ich haben uns richtig leckere Chickenspieße für 20 Baht (umgerechnet nicht mal einen Euro) gekauft – YUMMY!!! Als Chickenliebhaber waren wir wirklich im siebten Himmel!

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CHICKEN!!!

Letzte Woche Freitag, mein letzter Arbeitstag an der Schule, verlief etwas traurig…Nicht im Sinne von traurig, weil ich alle nicht mehr wieder sehen werde, sondern traurig, weil niemand wusste bzw niemand sich annähernd so verhalten hat, als wäre es mein letzter Tag.
Unterrichten musste ich gar nicht, stattdessen hat mich mein Direktor an den zweiten Teil, besser gesagt die “ältere Version” unserer Schule gefahren, vergleichbar mit Gymnasien in Deutschland. Dort war nämlich “Open House” ein Event, wo die Schüler verschiedene Projekte vorstellen.
Wie immer gibt es bevor es losging erst lange Reden und traditionellen Thai dance.

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Die Einführung gab es in verschiedenen Sprachen, die von den Schülern vorgetragen wurde – Thai, Japanisch und Englisch.

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Die Schülerin, die die Einführung auf Thai vorgetragen hat

Danach hat mich meine 6. Klasse, die auch teilgenommen hat, rumgeführt und die Stände gezeigt. Ich kann zwar einigermaßen Thai sprechen, aber lesen oder schreiben kann ich gar nicht. Also bin ich meiner Klasse sozusagen blind gefolgt und der Direktor wollte unbedingt, dass mit mir Englisch gesprochen wird und nicht Thai, also mussten sie mir alles auf Englisch erklären. Als ich dann verstanden habe, dass ich mit meinen 6. Klässlern gerade beim Aufklärungsstand war und mir Verhütungsmittel gezeigt wurden, war mir das etwas unangenehem, vor allem weil ich eben neben meinen Schülern stand. Ich habe mich dann einfach leise und unauffällig aus der Gruppe rausgeschlichen. Es gab gesundes Pausenbrot, selbstgemachte Seife, Steckbriefe des Abschlussjahrgangs und vieles mehr.
Nachdem ich eine Runde gemacht habe, meinten meine Schüler, dass der Direktor mich gerufen hat. Sie haben mich zu ihm geführt – ihm wurde gerade Blut abgenommen. “Sandy! Blood test”, grinste er. Ich habe gehofft er würde mich nicht zwingen jetzt auch Blut abnehmen zu lassen, aber sowie die Thais das hier so tun, hat er mich tatsächlich auf einer netten Art dazu gezwungen. Die Ärztin, die das gemacht hat, meinte auf Thai irgendwas mit “Gesundheit”, also dachte ich das wäre so ein Gesundheitscheck – warum eigentlich nicht?
Mir wurde Blut abgenommen und plötzlich hieß es dann von der Ärztin, dass sie mich anrufen wird, wenn sie die Ergebnisse haben, ob ich AIDS habe oder nicht…Äh jaa, hätte man mir vorher sagen können. Ich fand das jedoch sehr interessant, dass es so etwas bei Schulveranstaltungen gibt. Nötig ist es meiner Meinung nicht unbedingt, wenn ich so meine 6. Klasse betrachte, aber schaden tut das wohl auch niemanden.

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Ganz links ist der Direktor meiner Schule. Fragt mich nicht wieso ich so weit weg stehe, ich weiß es auch nicht 😀

Danach gab es Mittagessen und ich wurde nach Hause gefahren. Verabschiedet habe ich mich von niemandem, es gab auch gar keine Gelegenheit. Ich habe mir aber vorgenommen noch einmal in der Schule vorbeizuschauen und mich gescheit zu verabschieden, wenn es die Zeit erlaubt.

Am Freitag sind Regina und ich zum Wat Huay Plakang gefahren. Ein Tempel, der gerade mal 10 Minuten von unserer WG entfernt ist.

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Am Samstag sind Lea, Fiona, Regina, Julika (eine Freundin von Lille) und ich zum Goldenen Dreieck (Golden Triangle) gefahren. Das Goldene Dreieck ist eine Region im Grenzgebiet von Laos, Thailand und Myanmar. Dort ist es wirklich sehr schön!

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Wir sind zum Opium House gegangen und haben uns die Legenden und Entstehung von Opium angeschaut.

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Danach haben wir bei einem Stand am Fluss gegessen und haben uns dann in zwei Gruppen getrennt – Lea und Fiona sind nach Chiang Rai zurück und Regina, Julika und sind weiter nach Mae Salong, ein chinesisches Bergdorf, gefahren. Uns wurde das Dorf von unseren Mitbewohnern empfohlen, da der Sonnenaufgang besonders schön sei und es vom Tempel aus eine tolle Aussicht gäbe.
Die Fahrt war etwas holprig, aber erträglich und dort angekommen ging es natürlich immer nur bergauf – leider. Aber das kleine Dörfchen ist wirklich superschön, die ganze Atmosphäre dort hat mir soo gut gefallen!!
Nachdem wir uns für ein günstiges Hostel entschieden haben, sind wir essen gegangen und dann in eine Karaoke Bar, die wir auf dem Weg zum Essen entdeckt haben. Leider gab es keine englischen Lieder und wir mussten willkürlich Lieder aussuchen, weil keiner von uns Thai lesen kann. Lustig war es trotzdem 🙂
Wir sind sehr früh, um 21 Uhr schon schlafen gegangen, weil wir um 5 Uhr morgens zum Tempel hochgehen wollten und wir wurden im Voraus gewarnt, dass es seeehr viele Treppenstufen sind. Den Sonnenaufgang wollten wir auf keinen Fall verpassen.
Auch wenn es nicht leicht war, haben wir es alle geschafft um 5 Uhr fertig zu sein und loszuziehen. Es war recht kühl, aber gut, so wurde ich wach gehalten.
Wir sind den Schildern gefolgt und haben erst den falschen Tempel erreicht – dort haben wir einen Mönch gefragt wie es denn zu dem Tempel (wo wir den Namen immernoch nicht wissen) oben auf dem Berg geht. Dieser hat uns den Weg beschrieben und netterweise hat er uns noch seine Taschenlampe mitgegeben. Es war wirklich sehr dunkel und es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, wir hätten uns furchtlos ins Abenteuer gestürzt. Das Ganze hatte eher etwas von einem Horrofilm und wir waren die drei ängstlichen Opfer 😀
Nach sehr sehr sehr sehr vielen Treppenstufen (es waren mehr als 700) sind wir endlich bei dem wunderschönen Tempel angekommen.

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Es war gerade mal 5:30 und wir mussten noch eine Stunde warten, bis es langsam hell wurde.

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Die Aussicht ist wirklich megaaaaaaa schön!! Jeder der Mal im Norden Thailands ist sollte unbedingt nach Mae Salong!

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Nach 1-2 Stunden ging’s zum Frühstück und dann wieder nach Hause. Ich habe ganz viele Bilder gemacht, die ich so gerne hier in den Post hochladen wollte, nur funktioniert mein Laptop leider nicht reibunglos und ich weiß nicht wieso, aber meine SD-Karte kann nicht gelesen werden. Ich versuche aber den Laptop von jemandem zu leihen, um die Fotos auf meine Festplatte zu kopieren, dann werde ich diese sofort nachträglich hochladen!

Eigentlich müsste ich diese Woche noch im Kinderheim unterrichten, aber ich habe von Surasak die Erlaubnis bekommen frei zu nehmen, da ich noch einiges vorhabe. Bevor ich nach Deutschland fliege, werde ich aber auf jeden Fall noch ins Kinderheim fahren!

Heute werden Regina und ich nach Chiang Mai fahren und dort 2-3 Nächte bleiben. Ich freue mich schon riesig darauf, denn es ist die zweitgrößte Stadt Thailands und den Bildern im Internet nach muss es wirklich eine sehr schöne Stadt sein!
Momentan sitze ich noch im Café mit Regina, danach werden wir gemeinsam nach Hause fahren, Mittag essen, Taschen packen und dann zur Busstation trampen.

Letzter Arbeitstag – Whuuuaat?!

Jap, ganz richtig, morgen ist mein letzter Arbeitstag. Zumindest an der Schule. Die Tests haben eigentlich diese Woche schon angefangen, weshalb auch einige Stunden bei mir ausgefallen sind, aber nächste Woche geht’s richtig los mit den Prüfungen und zum Unterrichten komme ich dann eher nicht.
Ob ich traurig bin, dass morgen mein letzter Tag an der Schule ist? Hm…leider muss ich sagen freue ich mich schon fast, dass es bald vorbei ist. Auch wenn ich einige Schüler, v.a. meine Lieblingklassen – die erste und vierte – wirklich schon in mein Herz geschlossen habe und sicher vermissen werde, ist es wirklich sehr anstrengend, wenn man nur 1-3 Stunden am Tag arbeitet und den Rest des Tages (4-5 Stunden) warten muss, bis man endlich nach Hause gefahren wird. Mit der Zeit könnte man einfach so viel machen, aber nein ich sitze im Lehrerzimmer und versuche mich so gut wie möglich zu beschäftigen, damit ich nicht einschlafe. Hat bis jetzt nicht oft geklappt.
Auch wenn ich mit der Schule überwiegend negative Emotionen verbinde, möchte ich morgen meine Kamera mitnehmen und paar Fotos machen, immerhin habe ich dort eine Zeit lang gearbeitet und das möchte ich dann doch festhalten.

Die Zeit rast und mein letzter Eintrag ist auch schon eine Weile her, deshalb möchte ich kurz zusammenfassen, was ich die letzten 1 1/2 Wochen so getrieben habe.

Am Dienstag letzte Woche waren Regina und ich auf der Black Moon Party im Par Club. Uns hat eine nette etwas ältere Truppe mitgenommen, die selber auch feiern gehen wollte. Als wir auf der Fahrt ins Gespräch kamen, haben sie uns mit dem Argument sie würden auch in einen Club gehen, der genauso gut ist wie der Par Club und dass sie uns auch nach Hause fahren würden, überzeugt. Also sind wir mit ihnen zum “Club” gefahren. Es war eher ein Restaurant und nebenbei haben Bands traditionelle Thai Lieder performt. Es war eigentlich ganz nett, aber wir wollten dann doch zur Black Moon Party. Unsere neuen Bekanntschaften haben sich dann dazu entschieden uns zu begleiten, also sind wir gemeinsam zum Par Club gefahren. Die Musik und die Stimmung waren sehr gut, wir sind bis um halb drei geblieben und wurden sicher nach Hause gefahren.

Nicht ganz so vorbildlich habe ich mich morgens bei meiner Lehrerin als “krank” gemeldet, ich hätte die drei Stunden aber wirklich nicht gepackt. Eigentlich wollte ich am nächsten Tag auch schon wieder zur Schule, aber meine Lehrerin meinte ich sollte lieber daheim bleiben, wenn es mir nicht gut geht und damit ich nicht auffliege war ich einverstanden.
Am Abend kam aber Lea und meinte, an meiner Schule sollte es ein Fest geben, weshalb ihre Schule meine besucht. Kurzfristig habe ich mich umentschieden und wollte doch kommen.
Am Donnerstag in der Früh habe ich meine Lehrerin angerufen, um Bescheid zu sagen, dass ich doch zur Schule gehe und habe gleich gefragt, was es denn für ein Fest gäbe. Es stellte sich heraus, dass das alles ein großes Missverständnis war. Ich unterrichte an der Anuban Wiang Chai School und alle meine Mitbewohner dachten, ich sei auf der Anuban Chiang Rai School.
Da meine Lehrer damit gerechnet haben, dass ich nicht komme, durfte ich dann mit Lea zu dem Schulfest fahren.

Es wurde das Neue Jahr gefeiert, die Schüler haben gesungen, eine Art Orchester hat gespielt, Thai Dance wurde auch vorgeführt und vieles mehr. Außerdem gab es sehr viele Stände – es gab Essen, einen Schießstand, süße, selbstgemachte Notizbücher wurden verkauft und Basteln konnte man auch. Auf jeden Fall haben sie sich sehr viel Mühe gegeben und es war im Großen und Ganzen sehr schön. Fiona ist nach einer Stunde auch dazugestoßen, musste aber dann relativ früh wieder gehen.

Als Lea und ich dann nichts zu tun hatten, haben wir beschlossen, Origamis zu falten 😀

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Das Wochenende waren wir Freitag und Samstag im Safe House und haben eine nette Gruppe kennengelernt, die uns – Lea, Regina und mich – zum Pizza essen am Sonntag eingeladen hat.

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Es war zwar nicht die beste Pizza, aber sie war lecker und das geplante Mittagessen hat sich dann doch bis zum späteren Abend gezogen. Wir haben ihnen ein deutsches Trinkspiel und sie uns ein thailändisches Trinkspiel beigebracht. War wirklich ein sehr lustiger und netter Abend.

Diese und letze Woche habe ich im Kinderheim viele verschiedene Themen durchgenommen – eine Stunde Martin Luther King und sein “I have a dream” Speech, woraufhin die Kinder ihre eigenen Träume malen sollten, dann Body Parts und Clothes. Wie ich in den letzten Einträgen bereits erwähnt habe, gefällt es mir im Kindeheim um einiges besser.
Ich habe jetzt auch mehr mit den Leitern des Heims über den Hintergrund des El Shadai Waisenhauses gesprochen und dadurch sind mir alle nochmal ein Stückchen mehr ans Herz gewachsen und ich wurde nochmal motiviert immer mein Bestes zu geben, damit die Kinder viel lernen können. Zum Glück ist dort morgen noch nicht mein letzter Arbeitstag, eine Woche habe ich noch 🙂
Und gestern hatte ich endlich Zeit Fotos im Kinderheim zu machen.

Achja und gestern Abend waren wir – Fiona, Lille, Lea, Regina und ich – beim Night Bazar.

Das wars eigentlich auch schon grob, was ich alles so erlebt habe. Zum Blogschreiben bin ich kaum gekommen, weil mein Laptop über eine Zeit lang schrott war. Ein Grund war aber auch, dass ich mir wirklich sehr viele Gedanken über meine Zeit hier in Thailand gemacht habe und nicht wirklich Lust hatte über die Sachen, die ich unternommen habe zu schreiben, da ich echt eine Tiefphase hatte. Ich habe nämlich gemerkt, dass die drei Monate einfach viel zu kurz für mich sind, ich habe mich erst eingelebt und konnte noch nicht wirklich alles intensiv aufnehmen und muss schon bald wieder nach Hause fliegen. Ich will unbedingt länger bleiben, vor allem seit ich im Kinderheim arbeite. Würde ich nur an der Schule unterrichten, würde ich wahrscheinlich gar nicht mit dem Gedanken spielen, zu verlängern. Wenn ich doch länger bleibe, würde ich auch nur im Kinderheim arbeiten wollen bzw dann noch zusätzlich ein anderes Kinderheim suchen. Aber es ist nichts sicher und in Deutschland warten auch Verpflichtungen und Events auf mich, die ich natürlich nicht ignorieren darf. Naja, mal sehen, ob ich das regeln kann.